Schulmediation


Richtig streiten lernen

Durch Mediation wollen wir einen fairen Ausgleich der verschiedenen Interessen erreichen. An unseren Schulen leben und arbeiten wir gemeinsam. Unterschiedliche Erwartungen, Meinungen und Bedürfnisse von Kindern, Eltern, Pädagog*innen begegnen sich. Das macht das Zusammenleben spannend - aber manchmal auch schwierig.

Keine Angst vor Konflikten

Mediation ist eine Technik friedlicher Konfliktvermittlung. Die Prinzipien der Mediation bauen auf christlichen Grundwerten auf, sie setzen auf Verständigungsbereitschaft und gegenseitiges Vergeben. Das passt gut zum Leitbild evangelischer Schulen. Die Evangelische Schulstiftung hat eine eigene Mediationsbeauftragte, die Schüler*innen wie Lehrer*innen in gewaltfreier Kommunikation und Vermittlungstechniken ausbildet und selbst vermittelt.

Mediation - ein Teil des christlichen Profils unserer Schulen

Auseinandersetzungen sind Teil unseres Schullebens - faires Schlichten auch. Schon in der Bibel findet sich das Schlichten als Teil des Gemeindelebens, und zwar dann, wenn sich zwei Parteien untereinander nicht einigen können. “Gibt es in eurer ganzen Gemeinde niemanden, der weise genug wäre, dass er zwischen euch entscheiden könnte?“ (1. Kor 6,5 Neues Leben) oder zu neudeutsch: „Gibt es wirklich keinen bei euch, der genug Peilung hat, um so was zu regeln?“ (Volxbibel).

Erkennen und Annehmen

An fast allen Evangelischen Schulen sind jugendliche Streitschlichter tätig, die die Alltagskonflikte auf dem Hof, im Schulhaus und im Klassenraum selbständig verhandeln. Nach einer ausführlichen Besprechung der Streitsituation führen die Konfliktlotsen die Streitenden in der Regel zu gemeinsam getragenen Vereinbarungen, die sie in Verträgen festhalten. Dabei geht es nicht darum herauszufinden, wer Schuld hat, sondern um das gegenseitige Verstehen der unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse, die die eigentliche Ursache eines Streits ausmachen. Mit dem Erkennen und Annehmen der Wahrheit des anderen wird der Weg frei für eine dauerhafte Einigung.

Konfliktlotsen

Die Konfliktlotsen sind in diesem Prozess Vertrauenspersonen und stehen unter Schweigepflicht, arbeiten also eigenständig in separaten Verhandlungsräumen. An den Oberschulen sind die Lotsen zusätzlich trainiert für eine eigenständige Klassenmediation, das heißt sie moderieren Wege der Konfliktregelung mit den Schüler*innen einer ganzen Klasse und suchen nach Vereinbarungen, die von allen akzeptiert werden. Die Schülermediatoren an der Evangelischen Schule Köpenick bieten zudem ein selbst geleitetes Konflikttraining für die Unterstufenschüler an, in dem sie die Fünft- und Sechstklässler in Rollenspielen und mit altersgerechten Beispielen in die Grundlagen mediatorischer Konfliktschlichtung einführen. Betreut und angeleitet werden alle Konfliktlosen von dafür geschulten Lehrer*innenmediatoren.

Grundschulmediation
Oberschulmediation

Mediation für Lehrer*innen

In jährlichen Schulmediationsausbildungen für Pädagog*innen an evangelischen Schulen können Lehrer*innen in praktischen Übungen den Wert der Mediation in Konflikten mit Schülern, Eltern und Kolleg*innen erproben und dann in ihren Lehrer*innenalltag transportieren. Sie werden damit zu wichtigen Ansprechpartnern für Konflikte vor Ort und sind wertvolle Betreuer*innen der Konfliktlotsen.

Zur Ausbildung von Lehrer*innen/Erzieher*innen
Konfliktotsen an unseren Schulen

Elterninformation

Darüber hinaus bieten Elterninformationsabende an den verschiedenen Schulen interessierten Eltern einen Überblick über die Mediationsarbeit an ihrer Schule. Mediation verändert das Klima nachhaltig, und zwar auf allen Ebenen der Schule und auch darüber hinaus!

Möchten Sie mehr über Mediation erfahren?

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Power-Point

Oder kontaktieren Sie unsere Mediationsbeauftragte Dr. Dagmar Rohnstock

 

Ziele und Bedeutung von Schulmediation

Unser Mediationsteam

Aus- und Fortbildung

Grundschulmediation

Oberschulmediation

Konfliktlotsen an unseren Schulen

 

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