Ziele und Bedeutung von Schulmediation


Wertschätzende mediative Kommunikation und Konfliktklärung als verbindendes Leitmotiv im Miteinander

Die Grundhaltung der Mediation – eine wertschätzende, beziehungsfördernde Kommunikation, verbunden mit  einem  fairen Interessensausgleich –  soll zu einem verbindenden  Leitmotiv im Miteinander an unseren Evangelischen Schulen werden, da sie das Umsetzen entscheidender christlicher Werte im Schulalltag ganz praktisch gestaltet und unterstützt.

Was genau unterstützt Mediation an unseren Schulen? Konsens in der Schulkultur

Mediation stärkt den Zusammenhalt, das Profil unserer Schulen und erhöht die Identifikation. Sie fördert ein demokratisches und friedliches Schulklima über gemeinsam gefundene Entscheidungen aller Beteiligten im Konsens.

Wertschätzender Umgang miteinander

Mediation mit ihrer Ethik (Respekt, Empathie, Autonomie) spiegelt unser christliches Menschenbild und stellt kommunikative Handlungskompetenzen für den christlichen Umgang im Alltag zur Verfügung. Sie erleichtert die Kommunikation, Verständigung und den fairen Interessenausgleich zwischen allen Schulbeteiligten.

Qualitätsentwicklung

Mediation beinhaltet eine Zusatzqualifizierung der Mitarbeiter*innen, die eine verbesserte Umsetzung  der Bildungsziele ermöglicht.

Erleichterung von Kooperationen

Mediation ermöglicht über wertschätzende und klärende Kommunikationstechniken konstruktivere  Kooperationen in Teams und unter Schülern sowie zielführendere Moderationen in Gremien.

Rechtzeitige Klärungen und Deeskalation

Mediation über verlässliche und vertraute Ansprechpartner bereits auf unteren Ebenen führt zu Offenheit und Deeskalation. Das setzt produktive Kräfte frei.

Entlastung der Pädagog*innen

Mediation fördert über selbstverantwortliche Konfliktklärungen der Schüler*innen untereinander ein friedlicheres Miteinander und ermöglicht darüber hinaus durch speziell ausgebildete Konfliktlotsen die Schlichtung komplexerer Schüler*innenkonflikte.

Fortbildungssequenzen für Schulmediation seit 2011

Seit 2011 werden wegen der steigenden Nachfrage und der Erweiterung der Schulstiftung bei Interesse Mediationsfortbildungen an den einzelnen Schulen angeboten. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:

Schnupperangebot

An einem Nachmittag können interessierte Kollegen bzw. ganze Kollegien einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten der Mediation bekommen.

Grundlagenmodul

Diese Grundlagenschulung umfasst im einzelnen folgende Inhalte:

  • Mediative Kommunikationstechniken: Aktives Zuhören, (weiches) Spiegeln
  • Grundlegende Prinzipien der Mediation
  • Anwendung der Mediationsphasen an einfachen Konfliktfällen aus der Praxis
  • Mediatives Beraten
  • Einleitende Gesprächdeeskalation
  • Professionelle mediative Selbstvertretung in typischen Problemsituationen

Aufbaumodul

  • Im Aufbaumodul geht es um eine Festigung der Mediationshaltung in komplexeren schulischen Konfliktsituationen.
  • Deeskalieren über das positiv Umformulieren
  • Hinterfragen von Konflikthintergründen (unerfüllten Bedürfnissen)
  • Anwendung der Mediationsphasen in komplexeren Konflikten mit Konfrontation
  • Mediative Ärgermitteilung
  • Doppeln als Ergänzung zum Spiegeln
  • Selbstbehauptung und Selbstvertretung mit pädagogischer Konsequenz
  • Gruppenmediationen: Anleitung im Klassenrat und Grundmuster von Klassenmediation

Übung und Auffrischung

Wenn irgend möglich, werden daneben noch einige Auffrischungs- und Übungsangebote für interessierte Kollegen an Unterrichtsnachmittagen zentral organisiert.

 

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