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Willkommensklassen im Schuljahr 2016/17

Bei fast 12000 geflüchteten Kindern war die Freude auf das neue Schuljahr groß. Denn sie dürfen ab dem Schuljahr 2016/17 eine Schule besuchen. Fast 100 davon lernen an Schulen der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO. „Viele der Kinder haben ihre Eltern seit Jahren nicht mehr gesehen, fast alle sind traumatisiert und haben auch außerhalb der Schule einen hohen Bereuungsbedarf. Aber sie sind einfach nur dankbar, dass sie bei uns ein Leben in Sicherheit führen können“, so Caroline Treier, Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ), einer von 36 Schulen der Schulstiftung. In kleinen Klassen mit je zwölf Schülerinnen und Schülern bereiten sich diese jungen Menschen auf das gemeinsame Lernen mit den anderen Kindern vor. Nach einem Jahr sollen sie dann in die Regelklassen wechseln. Möglich wird dieses Angebot durch Mittel des Senats und das Engagement der Lehrkräfte.

„Natürlich ist die deutsche Sprache ein Schwerpunkt in diesem Unterricht“, so der Schulstiftungs-Vorstand Frank Olie, „aber auch die deutsche Kultur, unsere Werte, der gemeinsame Alltag sind uns ebenfalls wichtig“. Bewusst haben die Kinder daher zum Beispiel dieselben Pausen wie alle Schüler und werden auch in den Regelunterricht integriert. Trotz des freien Trägers zahlen die Geflüchteten kein Schulgeld, „und auch als evangelische Schulen nehmen wir bewusst nicht nur Kinder aus christlichen Familien auf“, so Olie.

Die Evangelischen Schulen Mitte (ESBM) und ESBZ haben gleich zwei Willkommensklassen eingerichtet. In der Evangelischen Schule Spandau wird gleich eine ganze Klasse unbegleiteter Geflüchteter eingeschult, die in einer Wohngruppe im Evangelischen Johannesstift leben. Weitere Klassen sind in Steglitz, Pankow und Frohnau eingerichtet worden. Zudem wurden an der Evangelischen Schule in Berlin-Friedrichshain fünf Flüchtlingskinder in Regelklassen aufgenommen. Jeweils zwei Geflüchtete besuchten Regelklassen an der Evangelischen Schule Buch, der Evangelischen Schule Schönefeld sowie am Evangelischen Gymnasium am Dom zu Brandenburg.

Auch die Evangelische Schule Frohnau hat im vergangenen Februar zwölf Flüchtlingskinder aufgenommen. Der RBB berichtet darüber in seiner Sendung "Himmel und Erde" (1. April 2017)


60 Flüchtlingskinder lernten im Schuljahr 2015/16 an unseren Schulen

Zusätzlich sind elf Kinder in Regelklassen aufgenommen worden. Die Kinder kamen vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, aber auch aus Serbien oder dem Jemen.

Mit 23 Kindern verzeichnete die Evangelische Schule Berlin-Mitte den höchsten Anteil von Geflüchteten in Willkommensklassen. Es folgten die Evangelische Schule Pankow mit 12 Schülern (4 Prozent der Gesamtschülerschaft), die Evangelische Schule Berlin-Zentrum mit 21 Schülern (3,6 Prozent), die Evangelische Schule Spandau mit 11 Schülern (2,5 Prozent), die Evangelische Schule Steglitz mit 11 Schülern (2,1 Prozent) sowie die Evangelische Schule Frohnau ebenfalls mit 11 Schülern (1,4 Prozent). In Brandenburg wurden an den evangelischen Schulen dagegen keine Willkommensklassen eingerichtet.

Zudem wurden an der Evangelischen Schule in Berlin-Friedrichshain fünf Flüchtlingskinder in Regelklassen aufgenommen, das waren 4,2 Prozent der Gesamtschülerschaft. Jeweils zwei Geflüchtete besuchten Regelklassen an der Evangelischen Schule Buch (1,3 Prozent), der Evangelischen Schule Schönefeld (0,8 Prozent) sowie am Evangelischen Gymnasium am Dom zu Brandenburg (0,6 Prozent).

Bei Willkommensklassen, in denen vor allem der Erwerb der deutschen Sprache im Vordergrund steht, lernen an Schulen in freier Trägerschaft zwölf Kinder bei einem Lehrer.

 

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