Senatorin Scheeres in der Evangelischen Schule Spandau

Carlotta Schmitz (13), Ria-Aleen Kleindienst (15), Ben Milz (12) und Max Royl (13), die vier Schülerbischöfe der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO führten die Senatorin durch ihre Grundschule und integrierte Sekundarschule.

Danach stellten sie die Ergebnisse ihres Schulprojekts vor: das Haus der Werte. Schülerbischöfin Carlotta meint: „Das Haus besteht aus verschiedenen Werten wie Gemeinschaft oder Toleranz, die unserer Schulgemeinschaft wichtig sind. In den Wochen vorher haben wir in Projekten herausgefunden, wie wir uns unser Miteinander wünschen. Unser Haus der Werte fasst sie unter einem Dach zusammen.“

Die Bildungssenatorin erklärte daraufhin: „Das Werte-Projekt zeigt etwas sehr Wichtiges: Gute Bildung ist immer auch Wertebildung. Und einen dieser Werte, der von den diesjährigen Schülerbischöfen ganz groß geschrieben wird, möchte ich herausgreifen: Es ist die Forderung, dass Schule ein gewaltfreier Raum sein soll. Dazu müssen alle an Schule Beteiligten zusammenarbeiten: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung. Und wenn viele dabei an einem Strang ziehen, lässt sich dieses Ziel auch realisieren.“ Die Senatorin selbst erklärte, ihre wichtigsten Werte seien Gerechtigkeit und Frieden.

Während des Besuchs stellten die Schülerbischöfe Frau Scheeres auch das Inklusionsprojekt „Schule ohne Grenzen“ vor. Eine Schule in der Kinder ohne Handicap und solche mit mehrfachen Behinderungen ab 2021 gemeinsam unterrichtet werden sollen. Das Kooperationsprojekt „Schule ohne Grenzen“ planen die Träger der Schulen, die Evangelische Schulstiftung in der EKBO und das Johannestift gemeinsam. Es ist die erste Schule Deutschlands, die inklusiven Unterricht mit mehrfach schwerstbehinderten Kindern und solchen ohne Einschränkungen erprobt.

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung Frank Olie meint: „Die Schule ohne Grenzen ist ein anspruchsvolles Projekt, das allen Beteiligten eine fundierte pädagogische, pflegerische und bauliche Vorbereitung abverlangt. Ich freue mich, dass wir unseren gemeinsamen Traum, einer Schule für alle Kinder nun gemeinsam mit dem Johannesstift umsetzen können.“

Am Donnerstag, dem 1. Februar 2017, endet die Amtszeit der Schülerbischöfe. In den vergangenen Wochen sprachen sie bereits mit der Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein, Bischof Markus Dröge und dem Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank über ihre Themen.