Johanniter-Gymnasiasten lernen gemeinsam mit polnischen Schülern

Der Besuch des polnischen Technologiezentrums Gorzow in Stanowice in der letzten Septemberwoche war wieder ein großer Erfolg. Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr fuhren Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen im Rahmen des von der EU geförderten INTERREG-Projektes „Grenzenloses Lernen – Gemeinsame Laborveranstaltungen für Schüler/-innen aus Deutschland und Polen“ nach Stanowice.

Im Schülerlabor arbeiteten insgesamt 48 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis10 unserer Schule gemeinsam mit polnischen Schülern in den Bereichen Robotik und Kosmetik. In der Robotik stand für je zwei Schüler ein EV3 Mindstorm Set von Lego zum Bau eines Fahrzeuges zur Verfügung. Programmiert wurden die Fahrzeuge auf einem Laptop, die Übertragung der Programme auf das Fahrzeug erfolgte über Bluetooth. Mit zunehmender Begeisterung wurde das Fahrzeug so programmiert, dass es verschiedene Fahrten und Wendungen ausführte und auf Hindernisse reagierte. Als auch noch Musik unterlegt wurde, schienen Begeisterung und Kreativität keine Grenzen mehr zu kennen.

Zeitgleich wurden in einem anderen Labor Seifen, Nagelöl, Badekugeln und Lippenbalsam hergestellt und konnten als Geschenk verpackt mit nach Hause genommen werden.

„Die Laborfahrten waren tolle Bereicherungen des Unterrichts mit vielen Begegnungen und hervorragenden Eindrücken“, schätzte Chemie-Lehrerin Dörthe Hausdorf ein. Auch die Schülerinnen und Schüler zogen ein mehr als positives Fazit, so auch Annelie Lorenz aus der achten Klasse: „Wer hat sich nicht schon einmal überlegt, das Zimmer von einem Roboter aufräumen zu lassen? Wie viel Technik notwendig ist, um so einem kleinen Gesellen Leben einzuhauchen, war erstaunlich. Das Zimmer räumt er jetzt zwar nicht auf, aber wir haben es geschafft, ihn in Bewegung zu versetzen und ihm auch Töne zu entlocken. Das Forschen und Lernen mit polnischen Schülern macht Spaß, fördert unsere Fremdsprachenkenntnisse und nebenbei erlebten wir Wissenschaft zum Anfassen“.

Mathias Lillge