Schülerbischöfe beginnen ihre Amtszeit

Die Generalsuperintendent Ulrike Trautwein führte die Schülerbischöfe der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, am 6. Dezember 2017, in der St. Marienkirche am Alexanderplatz in ihr Amt ein. Carlotta Schmitz (13), Ria-Aleen Kleindienst (15), Ben Milz (12) und Max Royl (13) erhielten in einem Festgottesdienst ihren Segen und als äußeres Zeichen ihr Bischofskreuz.

Gemeinschaft, Liebe, Höflichkeit, Mut, Offenheit, Verantwortung, Trost, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit, das sind die Werte, die den Schülerinnen und Schülern der Evangelischen Schule Spandau am wichtigsten sind. Die Schülerbischöfe Lotta (8b), Ria (10a), Ben (7a) und Max (8a) sollen diese Werte als Botschafter ihrer Generation nach außen tragen.

Bei ihrem Einführungsgottesdienst am St. Nikolaustag in der St. Marienkirche stellten sie diese Werte als Bausteine eines Hauses da. Schülerbischöfin Carlotta erklärt: „Das Hausdach bildet  die „Goldene Regel“, die besagt, dass man sich anderen gegenüber so verhalten soll, wie man auch von ihnen behandelt werden möchte. Sie findet sich in allen Wertreligionen und ist auch für uns der wichtigste Wert.“

Die Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein betonte in Ihrer Predigt: „Es ist ermutigend zu hören, dass es ein Haus aus lebendigen Steinen gibt, an dem jeder von uns mit seinen Möglichkeiten mit baut. Wir müssen nicht vollkommen sein, aber darin vertrauen, dass wir zu Gott gehören und Teil seines lebendigen Hauses sind.“

In den vergangenen zwei Monaten hatten sich die rund 530 Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Spandau unter dem Motto „Schule-voll WERTvoll“ in verschiedenen Projekten mit den Werten auseinandergesetzt, die sie für ihr Miteinander am wichtigsten halten.
Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, Frank Olie meint: „Unsere Schulen verstehen sich als Wertegemeinschaft. Werte können allerdings nur dann gelebt werden, wenn sie von allen anerkannt und mitgetragen werden. Darum ist es wichtig, immer wieder darüber zu sprechen, was unsere Schulfamilien zusammen hält. In Spandau ist dies in einmaliger Weise im Projekt „Schule-voll WERTvoll“ geschehen.“
Ihre blauen Schülerbischofs-Kapuzenpullover tragen sie seit Ihrem ersten Besuch bei der Generalsuperintendentin am 30. November. An diesem Tag überreichten die vier Schüler der Evangelischen Schule Spandau ihrer Gastgeberin auch ihr „Haus“ der Werte in Form eines Kuchens.
In der Zeit von Dezember bis Januar werden die vier Schülerbischöfe Bischof Markus Dröge, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Bildungssenatorin Sandra Scheeres begegnen und mit ihnen über Werte diskutieren.

Die Amtszeit der vier Schülerbischöfe endet am Freitag, dem 26. Januar mit einem Gottesdienst.
Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO startete gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Schlesische Oberlausitz 2010 das Projekt „Schülerbischöfe“. Schüler setzen sich jedes Jahr zwei Monaten lang mit einem selbst gewählten Thema auseinander, um Jugendlichen eine öffentliche Stimme zu geben.
Die Tradition der Kinderbischöfe stammt aus dem 11. Jahrhundert. An Kloster- und Stiftsschulen wurde zu bestimmten Zeiten ein Schüler zum Bischof beziehungsweise zum Abt gewählt. Für einen Tag durfte er einen Teil der bischöflichen Amtspflichten übernehmen. Durch den Rollentausch war es Kindern und Jugendlichen möglich, mit ihren Anliegen vor Erwachsenen Gehör zu finden.

 

Zum Foto: Erste Reihe von links: Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein, Carlotta Schmitz (13), Ben Milz (12) und Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO Frank Olie. Zweite Reihe von links: Schulleiter der Evangelischen Schule Spandau Thomas Brand, Ria-Aleen Kleindienst (15) und  Max Royl (13). Foto: Bildmitte, Christoph Eckelt