Gemeinsam unterwegs - Deutscher Evangelischer Kirchentag 2017

Gemeinsam unterwegs - Deutscher Evangelischer Kirchentag 2017

„Du siehst mich“ – unter dieser Losung besuchten mehr als 100.000 Menschen vom 24. bis 28. Mai 2017, den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg.

Der Abend der Begegnung rund um das Brandenburger Tor war ein gelungener Auftakt: Mit Schmalzstullen, Spreewälder Gurken, Grillwürstchen, Crêpes und Leckereien aus der Anthropozän-Küche versorgten zehn Stände unserer Schulen die Kirchentagsbesucher. Im Anschluss konnten die Besucher sich ein eigenes Reformationslogo oder eine Postkarte gestalten oder sich nach Lust und Laune schminken lassen.

Nach den drei offiziellen Begrüßungsgottesdiensten, an dem auf dem Gendarmenmarkt unsere Schülerbischöfe von der Evangelischen Schule Steglitz mitgewirkt hatten, startete das bunte Rahmenprogramm. Für beschwingte Stimmung sorgte die Big-Band der Evangelischen Schule Frohnau. Ihr Jazz-Konzert lud die Kirchentagsbesucher zum Verweilen ein.

Auch nach fortgeschrittener Stunde war der Abend der Begegnung ein Ort des Wohlfühlens und machte neugierig auf die kommenden vier Tage Kirchentag.

Gut zu wissen, dass neun unserer Schulen die müden Besucher vom Abend der Begegnung mit aller Sorgfalt in ihrer Schule beherbergten und das Beste taten, damit sich ihre Gäste rundum wohlfühlten!

Aktiv unterwegs im Innenstadtbereich

Am nächsten Morgen ging es dann an den unterschiedlichen Veranstaltungsorten weiter.

Erfrischend lebendig ging es im Zentrum Kinder zu: An dem Mitmach-Stand der Evangelischen Schulen Frohnau und Pankow „Erlebte Optik – Du siehst mich! Was sehe ich?“ kamen kleine Forscher ganz auf ihre Kosten.

Im Zentrum Jugend präsentierte die Evangelische Schule Frohnau das beeindruckende Theaterprojekt Michael Kohlhaas „Was ist Gerechtigkeit?“ Gemeinsam mit Altbischof Wolfgang Huber und Staatsanwalt Bernhard Gierse entfachte sich eine spannende Diskussion.

Nicht minder interessant war die Diskussion in der Humboldt-Universität zu Berlin über die theologische Prominenz: Schleiermacher, Harnack und Bonhoeffer. Schüler*innen des Gymnasiums zum Grauen Kloster boten dazu szenische Impulse dar.

Auch musikalisch war einiges los: Chor und Orchester der Evangelischen Schule Berlin-Mitte brillierten mit ihrem Ohr@torium: „Und wenn die Welt voll Teufel wär“ in der Kirche am Hohenzollernplatz. In der Trinitatiskirche konnten Kirchentagsbesucher „Lutherpop“ von der Evangelischen Schule Lichtenberg genießen, die hier gemeinsam mit der Sängerin Tarme auftrat.

In der Berliner Stadtmission führten Schüler*innen der Evangelischen Schule Neuruppin gemeinsam mit dem Singwochenprojekt des Evangelischen Kirchenkreises Wittstock-Ruppin das Kindermusical „Martin Luther King“ auf.

Wer sich lieber in Ruhe eine Ausstellung anschauen wollte, wurde von der Evangelischen Schule Köpenick nicht enttäuscht: Fotocollagen in Lebensgröße zum Thema "Das andere Ich" beeindruckten in ihrer Lebendigkeit die Kirchentagsbesucher.

Im Zentrum Kinder präsentierte die Evangelische Schule Köpenick zudem eine interaktive Fotoausstellung über Menschen in unterschiedlichen Gefühlslagen, passend zur Arbeit ihrer Konfliktlotsen.

Auf dem Alexanderplatz wurde fleißig an einer Kirche der Zukunft gebaut: Schüler*innen der Evangelischen Schule Neurupppin luden zum Mitbauen ein.

Stärken konnten sich die Besucher anschließend auf dem Markt der Köstlichkeiten mit Lutherlimonade und Lutherbrot, das die Evangelische Schule Berlin-Mitte anbot.

Und wer immer noch nicht müde war, den führten Schüler*innen der Evangelischen Schule Berlin-Mitte mit einer Lutherführung durch die St. Marienkirche.

Volles Programm auf dem Messegelände

Auch auf dem Messegelände kamen die Kirchentagsbesucher auf ihre Kosten:

Auf dem Markt der Möglichkeiten konnten Kinder und Jugendliche am Stand der Evangelischen Schulstiftung bei einem Religionsquiz ihre Kenntnisse prüfen, das die Evangelische Schule Neukölln anbot. Interessierte konnten sich von der Evangelischen Schule Spandau in das besondere Profil des Sozial-diakonischen Lernens einführen lassen und bekamen von der Evangelischen Schule Charlottenburg die beiden Projekte „Sprachbotschafter“ und „Meine Spende – dein Snack“ erklärt.

Kurzporträts unserer Evangelischen Schulen per Video-Stream boten Interessierten einen Einblick in unsere Schulen.

Zu einer Suchaktion der besonderen Art lud das Evangelische Gymnasium am Dom zu Brandenburg ein. Schüler*innen der 10. Klassen präsentierten den Dom in Stücken in Form von selbst hergestellten plastischen Werken oder auch Domzitaten auf Stickern: Fragmente, die im Dom auf Malereien, als Bauschmuck oder auf den Altären vorhanden sind, galt es zu finden.

Beim Bühnenprogramm konnten die Chöre der Evangelischen Schulen Spandau und Neukölln mit ihrem musikalischen Talent überzeugen und die Evangelischen Schulen Lichtenberg und Charlottenburg zogen das Publikum mit ihren Lutherszenen und Luthermusical in ihren Bann.

Neben dem Kulturellen gab es auch Informatives zum Thema Inklusion. Auf einer Podiumsdiskussion debattierten die ehemalige Bildungssenatorin Sybille Volkholz und der Inklusionsbeauftragte des Senats Mario Dobe, neben unserem Vorstandsvorsitzenden Frank Olie und unseren beiden Inklusionsbeauftragten Sabine Hüttig und Claudia Edelblut-Schöne, Chancen und Risiken der Inklusion.

Ein besonderes Highlight war die Ausstellung der Berliner Kinderbibel im Zentrum Bibel. Neben den ausgestellten Original-Exponaten, wie den Schöpfungslampen, die Tape-Art-Bilder, die Statuen, Collagen und Mischtechnikbildern, konnten Kinder hier ihre eigene Jutetasche bedrucken und bemalen.

Die Berliner Kinderbibel konnte hier zum ersten Mal käuflich erworben werden.

Die Beteiligung der Evangelischen Schulstiftung am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 war ein gelungenes Miteinander aller Akteure. Nur durch das tolle Engagement aller Beteiligten war dies möglich.

Herzlichen Dank an alle Beteiligte: Dank Ihnen wird uns der DEKT 2017 in unvergesslicher Erinnerung bleiben!