Qualitätssicherung - Das Tandem-Projekt der Schulstiftung


Unser Anspruch

Evangelische Schulen haben den Anspruch, „gute Schulen“ zu sein. Dass sie diesem Anspruch gerecht werden, zeigt der große Zulauf zu evangelischen Schulen ebenso wie die Leistungen unserer Schüler in Abschlussprüfungen oder Vergleichsarbeiten. Evangelische Schulen sehen Evaluation als ein hilfreiches und nachhaltiges Instrument der Schulentwicklung. Besonders effektiv ist sie, wenn sich alle an Schule Beteiligten verständigen, was „gute Schule“ ausmacht, eigene Ansprüche entwickeln und sichern.

Kernaufgabe Unterricht

Die Schulstiftung der EKBO und ihre Schulen haben sich vorgenommen, sich der Qualität des Unterrichts, der Kernaufgabe von Schule, zu widmen und ein Modellprojekt „Unterrichtsevaluation“ entwickelt. Das Projekt wurde von einer Pilotgruppe mit wissenschaftlicher Begleitung entwickelt. Die Schulstiftung der EKBO hat sich auf dieses Modell der Qualitätsicherung verständigt.

Schulen sollen begründete Aussagen über die Qualität ihres Unterrichts erhalten, wobei die schulspezifischen Schwerpunkte im Mittelpunkt stehen (Evaluationsaspekt). 

Die Schulen erhalten gleichzeitig ein Instrument zur Beurteilung ihres Unterrichts, das
für die weitere Schulentwicklung intern genutzt werden kann (Schulentwicklungsaspekt). Die beteiligten Lehrerinnen lernen, Unterrichtssituationen qualifiziert zu beobachten und angemessen Rückmeldung zu geben (Fortbildungsaspekt).

Im Fokus

Das Projekt wurde mit Pilotschulen durchgeführt, die Lehrertandems abstellen. Zusammen mit einer externen Expertengruppe aus Wissenschaft und Schulpraxis klärten die Teams schulspezifisch, welche besonderen Anliegen durch die Evaluation bearbeitet werden. Diese Schwerpunkte sind Ausgangspunkt für die Schulung in der Unterrichtsbeobachtung und die Festlegung der Kriterien für die Evaluation der Einzelschule. Die Ordnungen der Unterrichtsformen und der spezifischen Lernsituationen, die für die Schule gerade besonders relevant sind, stehen im Fokus. Das „Schulungs- und Beratungsangebot“ wird allerdings in einen größeren Rahmen gestellt. Zusätzlich wird ein „Schulungsbaustein“ angeboten, wie angemessen und konstruktiv über Unterricht unter Kolleginnen und Kollegen reflektiert werden kann.

 

Dr. Uta Hallwirth,
Wissenschaftliche Arbeitsstelleder EKD
Der vollständige Artikel erschien im Oktober
2009 in der Handreichung „Evaluation“ 

 

zurück