Schulprogramm


„Jede Schule gibt sich ein Schulprogramm“

So heißt es in § 4 des kirchlichen Schulgesetzes. „Schulprogrammentwicklung“ meint eine Fülle von Maßnahmen, von der Entwicklung eines Leitbilds, der Profilierung der Schule nach innen und außen bis hin zu Qualitätssicherung durch Evaluation. Unsere Schulen verstehen sich als lernende Organisationen. Ein Schulprogramm gibt Antworten auf Fragen, die sich jede Schule stellt: Was macht unsere Schule aus? Wo wollen wir hin? Was haben wir erreicht? Wie geht es weiter? Schulprogrammentwicklung heißt fundierte Vorstellungen vom eigenen Entwicklungsstand zu gewinnen und sich auf gemeinsame Ziele, Entwicklungen und deren Überprüfung zu einigen.

Zur Schulprogrammentwicklung gehört die Entwicklung eines „Leitbildes“, eigener Orientierungsmaßstäbe. Das gemeinsame Planen, Handeln und Bewerten erhält dadurch einen Sinnzusammenhang. Im „Schulprofil“ benennt die Schule die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit. Sie legt dar, was ihr wichtig ist und was sie von anderen unterscheidet. Das Schulprogramm schließlich umfasst das Leitbild und das Profil und macht Aussagen zu deren Umsetzung. Das Schulprogramm ist das „Regiebuch“ der Schule.

Der Weg zum Schulprogramm

Wie bei den Lernprozessen unserer Schülerinnen und Schüler ist auch bei der Entwicklung von Schulprogrammen der Prozess ebenso wichtig wie das Ergebnis. Die vorhandenen Ressourcen und die Abfolge einzelner Schritte variieren von Schule zu Schule. Patentrezepte gibt es nicht. Entscheidend ist nur, dass aus „einem Tuch mit vielen Zipfeln“ ein strukturierter, von allen getragener Prozess entsteht.

Einige unserer Schulen haben bereits Schulprogramme. Sie haben gute Erfahrungen gemacht und können über mehr Transparenz, Verbindlichkeit und eine gestiegene Identifikation mit der Schule berichten. Dass konzeptionelle Arbeit sinnvoll ist, hat auch die Pisa-E-Studie, eine auf der PISA-Studie basierende Untersuchung konfessioneller Schulen, der Universität Erlangen-Nürnberg ergeben. Die Untersuchung zeigt, dass die Schulen, die sich einem bestimmten Profil verpflichtet haben, genau in diesem Bereich herausragende Ergebnisse erzielten.

Jede Schule erhält die Möglichkeit Moderatoren für die Schulprogrammentwicklung ausbilden zu lassen. Die Evaluation der Schulen erfolgt dann nach den im Schulprogramm festgelegten eigenen Maßstäben.

Ein Leitbild für die Schulstiftung

Auch die Schulstiftung gibt sich ein Leitbild. Die Leitbilder oder Kernaussagen der Konzepte unserer Schulen sollen sich darin ebenso wieder finden wie grundlegende Aussagen zum evangelischen Bildungsverständnis.

Pädagogischer Beirat

Der Pädagogische Beirat aus Vertretern der Schulen, der Kirche und der Wissenschaft berät Schulen und Stiftung in pädagogischen Fragen auch der Schulprogrammentwicklung. Externe Moderatoren vermitteln wir auf Nachfrage.

Powerpoint-Präsentation zum Schulprogramm im download.

Informationen zur Evaluation christlicher Schulen finden Sie unter www.echris.org

 

zurück