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Grundschüler stellen neues Buch auf der Leipziger Buchmesse vor

Kinder der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg haben sich ein Jahr lang unter der Leitung von Arnim Schubert mit dem Leben und Schaffen des Berliner Grafikers Arno Mohr beschäftigt.

Nun präsentieren sie auf der Leipziger Buchmesse 2019 ihr neues Buch unter dem Titel „Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren“.

Jedes Jahr wählen die Grundschüler unter Leitung von Arnim Schubert einen Künstler aus und beschäftigen sich ein Jahr lang mit seinem Werk. Dabei entstehen Prosatexte oder Gedichte zu seinen Werken. Bisher erschienen bereits Bücher zu den Arbeiten von Künstlern wie Jurek Becker.

Während des Projekts lernten die Bücherkinder das Werk des berühmten Berliner Grafikers Arno Mohr intensiv kennen. Sie besuchten seine Werke im Museum Barberini in Potsdam und sprachen mit seinem Sohn, dem Kunstwissenschaftler Andreas Wessel und einigen Meisterschülern des Grafikers wie Linde Bischof, Manfred Butzmann oder Volker Pfüller. Die Bildungsministerin des Landes Brandenburg Britta Ernst und der Sohn des Künstlers Dr. Thomas Mohr übernahmen die Schirmherrschaft des Projektes.

Das Buch entstand aus der Kooperation der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg mit der Gutenberg - Druckerei der Galerie Sonnensegel e.V. Die Kunstschule entwarf das Layout und übernahm den Druck des Bandes. In der Werkstatt BuchKunstBalance von Henry Günther wurde das Buch gebunden. Das Buch erscheint in einer Auflage von 50 Exemplaren und hat neben den Reproduktionen der Mohr-Grafiken auch einen Original-Holzschnitt aus dem Nachlass des Künstlers Arno Mohr als Beigabe und je eine Radierung der zehn Kinder. Die Bücherkinder haben unter Anleitung des Grafikers Dietmar Block diese Radierungen angefertigt.

Auf Einladung der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. werden die „Bücherkinder Brandenburg“ am Samstag, dem 23. März 2019, um 12:30 Uhr auf der Leseinsel Sachbuch+Buchkunst in Halle 3, Stand B 600 ihr neues Werk vorstellen.

Arno Mohr lebte von 1910 bis 2001 überwiegend in Berlin und wurde neben Theodor Fontane auf dem Friedhof in der Berliner Liesenstraße begraben. Er hatte nach dem zweiten Weltkrieg eine Professur an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee inne und war 1950 Mitbegründer des Verbandes Bildender Künstler in der DDR. Seit 1993 war er auch Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg.

Am 1. Juni 1990 war Arno Mohr bei der Gründung der Kinder- und Jugend-Kunst-Galerie Sonnensegel e.V. dabei und wurde Ehrenmitglied dieser Jugendkunstschule, einer Einrichtung der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche in Brandenburg an der Havel. Seit 1987 unterstützte Arno Mohr diese Jugendkunstschule mit Kunstschenkungen.