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Schulstiftung feiert 70 Jahre evangelische Schulen in Berlin

Vor 70 Jahren entstanden die ersten fünf evangelischen Schulen im Westsektor von Berlin. Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO hat seit 2004 die Trägerschaft dieser Schulen von der Landeskirche übernommen. Die erfolgreiche Arbeit an den Standorten in Charlottenburg, Frohnau, Neukölln, Spandau und Steglitz würdigte die Stiftung gestern mit einem Gottesdienst und Empfang.

Fotos: Christoph Eckelt

Mit einem Festakt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Krche feierte die Evangelische Schulstiftung in der EKBO das 70jährige Bestehen ihrer Schulen in Berlin. Bischof Dr. Markus Dröge hielt die Predigt im Festgottesdienst. Zu dem anschließenden Empfang und einer Ausstellung zur Geschichte der fünf ältesten Schulen kamen kirchenpolitische Größen wie der Präsident des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Jörg Antoine und die Präses der Landessynode Sigrun Neuwerth, die ein Grußwort hielt. Auch der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann und der Bürgermeister der Stadt Wriezen, Karsten Ilm, nahmen an der Feier teil.

Schulgründungen in einer zerstörten Stadt

Die ersten fünf Schulen entstanden im September 1948 in einer vom Zweiten Krieg fast völlig zerstörten Stadt. Die Evangelischen Schulen in Charlottenburg, Frohnau, Neukölln, Spandau und Steglitz starteten zunächst ohne offizielle Genehmigung der Magistratsverwaltung. Diese erhielten die Schulpioniere erst später. Die Währungsunion in den Westsektoren hatte zur Berlin-Blockade geführt. Rosinenbomber versorgten die Menschen über eine Luftbrücke.

Die ersten 228 Schüler*innen lernten unter einfachsten Bedingungen in Gemeinde- oder Kirchräumen das ABC. So benutzte die erste Lehrerin der Evangelischen Schule Frohnau die Liedtafel der Kirche, um die Kinder zu unterrichten. Kindgerechte Stühle und Tische, Schulbücher oder -materialien gab es nicht, dafür jede Menge Mut und Idealismus.

Evangelische Bildung damals und heute

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, Frank Olie erklärt, was bis heute evangelische Schulen ausmacht: „Die „Schule für alle“ war und ist eine evangelische Devise, die zur Einführung der Schulpflicht führte. Sie formuliert den Anspruch an ein ganzes Bildungssystem, dass Keine*r verloren gehen darf. Unsere 32 Schulen setzen sich für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit ein. Sie verstehen sich als Kreativlabore und vermitteln Werte wie Toleranz, Gemeinschaftssinn und Selbstverantwortlichkeit. Damit leisten unsere Evangelischen Schulen ihren Beitrag für den Zusammenhalt und Fortbestand unserer Gesellschaft.“