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70 Jahre Evangelische Schule Neukölln

Ihr 70-jähriges Bestehen feierte die Evangelische Schule Neukölln am 21. November 2018 mit einem Festgottesdienst in der Passionskirche. Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein hielt die Predigt vor den rund 500 Gästen.

Generalsuperintendentin Trautwein erinnerte an den Auftrag, den die Evangelische Schule Neukölln in dieser Gesellschaft habe: „In dieser Schule lernt ihr worum es im christlichen Glauben geht: um Nächstenliebe, Frieden und Versöhnung.“ Daraus würde sich die Achtung vor der Persönlichkeit und den Talenten jedes Menschen ergeben sowie Toleranz gegenüber Menschen anderer Kultur, Religion und Weltanschauung. „In dem hier diese Lebenshaltungen vermittelt, eingeübt und hochgehalten werden, legt eure Schule einen Grundstein für das Fortbestehen unserer offenen, demokratischen Gesellschaft.“

Im Anschluss an den Gottesdienst folgte ein Empfang mit Grußworten. Der Schulleiter Thorsten Knauer-Huckauf spannte in seiner Rede den Bogen von den Anfängen der Schule im September 1948 bis heute. Er betonte: „Die evangelischen Schulen sind ein Zeichen der evangelischen Kirche für ihre Verantwortung für ein demokratisches Schulwesen. Unsere Schule ist geprägt von einem vielfältigen Schulleben, Teamgeist und gut im Bezirk vernetzt.“ Das sei das Erfolgsgeheimnis der Schule.

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO Frank Olie verwies auf das große Engagement der damaligen Gründer und dankte den heutigen Unterstützern und dem Team der Schule: „Heute stehen wir erneut vor einer großen Herausforderung. Das alte Schulgebäude muss saniert werden und die Anmeldezahlen überschreiten bei weitem die freien Plätze, denn diese Schule hat sich über die Grenzen des Bezirks einen sehr guten Ruf erworben. Wir sind zuversichtlich, dass diese Schule mit Hilfe Ihrer Partner und Förderer und uns als Stiftungsfamilie diese Herausforderungen meistern wird.“

 

Die Geschichte der Evangelischen Schule Neukölln

Die Evangelische Schule Neukölln startete 1948 ihren Schulbetrieb in der Schillerpromenade, in den Räumen der Genezareth-Gemeinde. Als die Anmeldezahlen in den 50er Jahren stark steigen, hilft die Gemeinde und stellt weiteren Platz zur Verfügung. Auf dem Hof darf eine Baracke für zwei weitere Lerngruppen aufgestellt werden. Kindertagesstätte und Schule nutzen den Spielhof umschichtig. Die Amerikaner liefern Nahrungsmittel für die Schulspeisung, die von Mitgliedern der „Frauenhilfe” kostenlos gekocht und ausgegeben wird.

1952 zieht ein Teil der Schule in eine andere Baracke, in der Schierker Straße, die vorher dem Nachbarschaftsheim diente. In der Mainzer Straße wird nun ein neues Haus gebaut, aber erst 1956 ist die Schülerschaft wieder an einem Ort vereint.

1975 wird die ESN von einer Haupt- und Realschule zu einer dreizügigen integrierten Gesamtschule. Erneut ist es die Genezareth-Gemeinde, die Räume bereitstellt. Erst mit der Einweihung des Erweiterungsbaues 1982 ist die Schulgemeinde wieder unter einem Dach versammelt.

In den 2000-er Jahren erhält die ESN ihre Oberstufe im Gemeindehaus der Genezareth-Gemeinde. 2006 verlässt der erste Abiturjahrgang die Schule.