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Slow-Food-Bildungsprojekt in der Ev. Schule Köpenick

Die Evangelische Schule Köpenick und die Deutsche Schule in Nairobi, Kenia, gaben am 13. März mit einem ersten Live-Call per Videoschaltung den Auftakt zum Projekt "Edible Connections". Das Schulprojekt "Edible Connections" ist ein Bildungsprojekt der Slow Food Deutschland gUG, bei dem zwei Schulklassen über Kontinental- und Sprachgrenzen hinweg an zukunftsfähigen Lösungen für unser Lebensmittelsystem arbeiten. Um dies in Echtzeit tun zu können, nutzen sie sowohl Videokonferenzen als auch die sozialen Medien.

Unsere zunehmend globalisierte Welt steht aktuell vor ökologischen und sozialen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können. Zielgerichtetes Handeln erfordert eine globale Zusammenarbeit und den Umgang mit kultureller Vielfalt. Im Rahmen des Slow Food Bildungsprojekts „Edible Connections“ üben Schüler*innen deshalb einen interkulturellen Dialog über die Zukunft unseres Lebensmittelsystems ein. Bei Exkursionen erkunden sie ihre lokale Lebensmittelwelt. Sie lernen Handel, Handwerk und Landwirtschaft kennen. Ihre Ergebnisse dokumentieren sie durch Fotos und Videos und tauschen sie mit einer Partnerklasse aus dem globalen Süden aus. In Video-Calls diskutieren sie über Möglichkeiten, das Lebensmittelsystem auf globaler Ebene fairer und zukunftstauglich zu gestalten.

Im Fokus des ersten Live-Calls zwischen der Evangelischen Schule Köpenick und der Deutschen Schule in Nairobi, Kenia, am 13. März standen zunächst das allgemeine Kennenlernen, die unterschiedlichen Essgewohnheiten und die lokalen Esskulturen. Die Schülerinnen und Schüler stellten ihre jeweilige Schule vor und tauschten sich über ihre Lieblingsgerichte aus. Besondere Neugier weckte der Schulgarten auf kenianischer Seite. Die in Nairobi selbstverständlichen Bananen und Mangos gedeihen nicht im Berliner Klima. Wie die Bananen und Mangos dann jedoch in Berliner Supermärkte gelangen, war eine gute Ausgangsfrage für eine erste Exkursion auf einen Markt.

Was als nächstes für die Klasse ansteht

In den kommenden Wochen werden die Schüler*innen in Nairobi und Berlin verschiedene Äcker und Märkte erkunden und Ernährungsgewohnheiten dokumentieren. Als Teil dieser Exkursionen werden sie in einer Backstube das Lebensmittelhandwerk und auf einem Acker die ökologische Landwirtschaft kennenlernen. Ihre Ergebnisse teilen sie einander mit.

Hintergrund des Projektes

Die Welt des 21. Jahrhunderts mit ihren Produktions- und Handelsketten funktioniert längst global. Sie hat einen globalisierten Markt und verfügt über globalisierte Kommunikationsstrukturen. Als Folge dieses Systems kommt es zu Herausforderungen, die nicht alleine auf nationalstaatlicher Ebene gelöst werden können. Dazu gehören die Belastung der Umwelt, der Klimawandel, der Verlust der biokulturellen Vielfalt oder die Vermüllung der Weltmeere - Probleme, die aus dem Überschreiten natürlicher planetarer Grenzen resultieren. Diese Überstrapazierung bedroht die Existenzgrundlagen eines großen Teils der Weltbevölkerung unmittelbar. Dafür tragen wir im globalen Norden eine besondere Verantwortung: Denn würden alle Erdbewohnerinnen und -bewohner unsere Konsumgewohnheiten übernehmen, benötigten wir drei Planeten.

Mehr Informationen zum Schulprojekt: www.slowfood.de/bildung/edible-connections.