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"Eigeninitiative ist mir wichtig!" Die Schülerbischöf*innen von Berlin treffen Bezirksbürgermeister Naumann

Trennt der Bezirksbürgermeister seinen Müll? Wie reagiert der SPD-Politiker auf radikale Reden? - Mit dem Bezirksbürgermeister von Wilhelmsdorf-Charlottenburg, Reinhard Naumann sprachen die vier Schülerbischöf*innen der Stiftungsfamilie über ihr Thema „Streiten-aber christlich!?“, den Umgang mit Rechtsradikalen und das Thema Umweltschutz.

„Vielfalt und Kreativität – das prägt meinen Bezirk“, stellt Naumann gleich zu Beginn fest. Doch leider treffe er in seinem Alltag privat und auf dem politischen Parkett auch auf viele Vorurteile. „Aber wir Charlottenburg-Wilmersdorfer stehen für eine Willkommenskultur – Zugewandtheit, Wertschätzung und Respekt sind unsere Werte und dafür müssen wir als Einzelner auch immer wieder einstehen!“ Schülerbischöfin Klarissa will es trotzdem genau wissen: „Aber wie begegnen Sie einem Bürger oder eine Bürgerin, die sich rechtsradikal äußert?“ Sie selbst würde in ihrem Umfeld immer wieder auf Menschen treffen, die viele Vorurteile hätten – ob gegen Ausländer oder gegen Minderheiten. Auch hier ist Naumann klar: „Am besten ist, bei den Fakten bleiben und gegebenenfalls Nachfragen, wie etwa nach der Quelle von irgendwelchen behaupteten Zahlen.“

Schülerbischof Ernst ist der Schutz der Umwelt wichtig, darum fragt er: „Fahren Sie mit dem Rad oder der Bahn zu ihren Terminen?“ Der Bezirksbürgermeister räumt ein, dass er so viele eng getaktete Termin hätte, dass ihn ein Fahrer im Auto zu den verschiedenen Orten bringen müsste – „Aber der neue Wagen ist ein Hybrid“, ergänzt der Politiker. Im Alltag würde er allerdings das Auto lieber stehen lassen. Schülerbischöfin Marie (12) ist das Thema Nachhaltigkeit wichtig. Darum will die Zwölfjährige auch wissen, wie Naumann privat auf die Umwelt Rücksicht nimmt. Naumann erklärt: „Ich trenne meinen Müll, aber viel wichtiger ist es mir, bereits beim Einkauf möglichst auf Plastikverpackungen zu verzichten.“ Wir müssten uns als Verbraucher alle um die Umwelt kümmern. „Allerdings darf daraus weder eine Hysterie noch eine Umweltdiktatur werden.“

Auch beim Thema Kinder- und Jugendrechte setzt Naumann auf Eigenverantwortung und die Kraft der Demokratie. „Seit mehr als 15 Jahren haben wir im Bezirk eine Kinder- und Jugendparlament, das Beschlüsse fasst, die dann automatisch auf der Tagungsordnung des Bezirksparlaments landen“, erklärt er stolz. Das sei wichtig und bereichernd, deswegen begrüße er auch das Engagement der vier Schülerbischöf*innen.

Zum Schluss bittet Schülerbischof Bernhard den Bezirksbürgermeister noch um Unterstützung: „Wir planen einen Umwelttag, an dem wir informieren und unter anderem auch vegetarisches Schulessen anbieten wollen. Können Sie uns helfen andere Schulen einzuladen ebenfalls einen solchen Tag umzusetzen?“ Naumann lädt die Schülerbischöf*innen daraufhin ein, sich an das Kinder- und Jugendparlament zu wenden und auch die Bezirksschülersprecher*innen anzusprechen. „Eigeninitiative ist mir wichtig!“ Wenn Ihr dann noch Unterstützung braucht, helfe ich Euch gerne.

Am 18. Dezember treffen die Schülerbischöf*innen auf dem Europastaatssekretär Gerry Woop.

Wer mehr über das Engagement der vier Schüler*innen des Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster erfahren möchte, kann die Schülerbischöf*innen auch über die Sozialen Medien begleiten: auf Twitter unter @schuelerbischof, auf Facebook unter @schuelerbischoefe2019 und auf Instagram unter @schuelerbischoefe2019.