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Evangelische Schule Neuruppin wird Botschafterschule des EU-Parlaments

Seit März 2021 darf sich die Schule offiziell Botschafterschule des EU-Parlaments nennen. Begleitet haben das zweijährige Bewerbungsverfahren der Lehrer Dennis Sill und seine Kollegin Stefanie Heydt. 

Dennis Sill ist Politiklehrer an der Evangelischen Schule Neuruppin (Evi) und freut sich sehr, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Wegen der Pandemie musste der Schulbesuch für das Bewerbungsverfahren online erfolgen. Dafür haben die Schüler*innen extra einen Film gedreht, in dem sie die Besonderheiten der Schule vorstellen: „Damit ist das Evi die erste Schule, bei der der Schulbesuch online erfolgte“, erklärt der Politiklehrer. 

Während des zweijährigen Bewerbungsverfahren mussten sich die Schüler*innen intensiv mit Europa beschäftigen, darüber diskutieren und sich auch mit kritischen Punkten auseinandersetzen.

Eine feste Gruppe aus Seniorbotschaftern, den Lehrer*innen, sowie Juniorbotschaftern, den Schüler*innen, leitet die Botschafterschule. Sill hat eine Seminargruppe gegründet, die sich mit dem Thema „Europa und digitale Medien“ beschäftigt. Entstanden ist daraus ein eigener Social-Media-Kanal, den die Schüler*innen seitdem betreuen und der sich mit Europa und Fakenews befasst. Zu der zweijährigen Vorbereitungszeit gehörte auch ein Besuch des Euromobils, bei dem die Schüler*innen mit Gleichaltrigen verschiedener Nationalitäten zusammenkommen konnten.

Zu den Anforderungen gehören ferner das Organisieren von Projekttagen mit Europabezug, Öffentlichkeitsarbeit, das Verfassen von Jahresberichten sowie die Gewinnung von Nachwuchs für die Europaarbeit. Daraus entstand eine AG für Fünft- und Sechstklässler. 

Als Botschafterschule hat die Evangelische Schule Neuruppin nun Zugang zum Netzwerk der verschiedenen Teilnehmerschulen. Nur wenige Hunderte Schulen tragen den Titel in Europa. Das Evi ist eine von neun in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Für die Botschafterschulen werden Fahrten nach Brüssel und Straßburg möglich sowie die Teilnahme am Programm Euroscola, bei dem die Schüler*innen in die Rolle der EU-Abgeordneten schlüpfen dürfen.

Der Titel wird jeweils für zwei Jahre verliehen und wird dann wieder neu überprüft.

Im Mai soll die erste Europa-Projektwoche stattfinden, in der es Gespräche mit Politikern und Wissenschaftlern geben soll – natürlich digital als Videokonferenz. Als Gesprächspartner stehen der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke, die Vize-Bundestagspräsidentin Dagmar Ziegler (SPD) und Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) zur Verfügung sowie der Politikwissenschaftler Torsten J. Selk von der Uni Oldenburg und Moritz Wiesenthal von der Viadrina in Frankfurt/ Oder.