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Inklusions-AG feiert 10-jähriges Bestehen

Der Arbeitskreis Inklusion feierte Anfang September sein 10-jähriges Bestehen mit einem festlichen Empfang im Johannestift.

Die Vertreter*innen der Schulträger dankten den Pädagoginnen und den beiden Schulleitungen für ihr jahrelanges Engagement. In ihrem Grußwort dankte die Referentin des Schulreferats der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, Martina Ramfeldt,  „Dass wir heute hier stehen und auf zehn Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken können, ist nur möglich, da die Kollegien beider Schulen kompetent, engagiert und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Nur dadurch konnte dieses einzigartige Projekt so gut gedeihen. Dafür gilt allen Beteiligten unser ausdrücklicher Dank.“

Die Idee eines gemeinsamen Unterrichts für Kinder einer Regelschule und Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen entwickelten Pädagoginnen der August-Hermann-Francke-Schule und der Evangelischen Schule Spandau vor annähernd 10 Jahren im Austausch miteinander. Die August-Hermann-Francke-Schule ist ein sonderpädagogisches Förderzentrum mit den Schwerpunkten Geistige und Körperlich-motorische Entwicklung, die Evangelische Schule Spandau ist eine Grund- und Integrierte Sekundarschule. 2009 gründete sich der „Arbeitskreises Inklusion“. Dadurch wurde die Zusammenarbeit der beiden Schulen noch intensiver.

Was damals klein begann, hat heute einen Namen

Engagierte Lehrer*innen beider Schulen fingen damals an, gemeinsame Theateraufführungen, Projekttage, Ausflüge und Sportveranstaltungen regelmäßig zu planen und fest in den Unterricht zu integrieren. Daraus entstand die Idee, diesem Austausch mehr Raum zu geben.

Inzwischen ist die Zusammenarbeit zu einer festen Institution im Alltag herangewachsen: Gemeinsame Unterrichtsprojekte bereichern den Stundenplan, von denen die Schüler*innen beider Schulen profitieren.

2012 entstand das erste Konzept für eine „Schule ohne Grenzen“. Ein Inklusionsmodell, das allen Schüler*innen gerecht werden möchte: Die Vision von zwei eigenständigen Schulen, die in einem Gebäude ein gemeinsames Schulprojekt verwirklichen. Ein Gebäude, in dem Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen und Schüler*innen einer Regelschule gemeinsam unterrichtet werden können. Das Konzept war zu diesem Zeitpunkt einzigartig. Es ist unser Beitrag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Der Träger des Evangelischen Johannesstifts, die Johannesstift-Diakonie, engagiert sich als Bauherr sehr für die zügige Realisierung des Vorhabens: „Zehn Jahre sind eine lange Zeit, in der viel bewegt wurde. Damit die „Schule ohne Grenzen“ schnell vorankommt, wollen wir den Neubau zügig umsetzen“, so der medizinische Vorstand, Prof. Dr. Lutz Fritsche.

2018 erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau, dessen Finanzierung weitgehend durch Lottogelder und Spenden gesichert werden konnte.

Der Neubau soll zum Schuljahresbeginn 2021 fertig gestellt werden.