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Mediationsausbildung am Evangelischen Gymnasium Cottbus

Nicht nur Abiturient*in, auch Mediator*in

Am Evangelischen Gymnasium Cottbus lernen die Schüler*innen mit Konflikten professionell umzugehen. Nach sechs Jahren erhalten sie hier nicht nur ihr Abiturzeugnis, sondern auch ein Zertifikat über ihre abgeschlossene Mediationsausbildung, denn diese ist in den Schulalltag integriert. Damit nimmt das Gymnasium eine Vorreiterrolle im Schulsystem ein. 

In praktischen und theoretischen Fortbildungen lernen die Schüler*innen wie man aktiv zuhört, verschiedene Standpunkte wertschätzt und Konflikte zu einer Win-Win-Situation führt. Das ist nicht nur hilfreich bei Streit im persönlichen Umfeld, es bringt auch Vorteile im späteren Job. Die Jugendlichen können mit Konflikten im beruflichen Umfeld besser umgehen und das Betriebsklima positiv beeinflussen.

Die Ausbildung arbeitet mit externen Partnern wie der Viadrina und den eigenen Pädagog*innen vor Ort zusammen. So bearbeiten die Schüler*innen etwa im Deutschunterricht auch das „Kommunikationsmodell nach Friedrich von Thun“ oder lernen im Biologieunterricht die Wirkung von Spiegelneuronen.

Dass eine solche Ausbildung den beruflichen Werdegang positiv beeinflussen kann, zeigt das Beispiel von Annika K.. Die Abiturientin ergatterte einen der begehrten Jobs beim internationalen Kreuzfahrtunternehmen TUI Cruises. Die Fähigkeit mit verschiedensten Menschen zu kommunizieren, war für ihren neuen Chef das entscheidende Einstellungskriterium. 

Wie wird das Projekt durchgeführt?

Die Vorbereitungsphase beginnt in der Klassenstufe 7 und endet mit der 8. Klasse. In dieser Zeit  lernen die Schüler*innen Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und werden in ihrem Sozialverhalten gestärkt. In Klassenstufe 9 beschäftigen sie sich in einem zweitägigen Projekt mit ihren eigenen Konflikten und  lernen weitere Methoden der Mediation. Parallel dazu greifen die anderen Schulfächer das Thema Mediation auf. So beschäftigen sie sich beispielsweise in Deutsch mit dem Thema „aktives Zuhören“, im Fach Politische Bildung mit dem Thema „Perspektivwechsel“ oder „konstruktive Konfliktbearbeitung zur Förderung von Demokratie“. Ein Auffrischungstag in Klassenstufe 10 bündelt und vertieft die erworbenen Kompetenzen.

In Klassenstufe 11 erhalten die Schüler*innen eine zweitägige Mediationsausbildung um in altersangemessenen Zusammenhängen konfliktvermittelnd tätig sein zu können. Als Beitrag zur Berufsvorbereitung wird in Klassenstufe 10 und 11 das Thema Konfliktmanagement in Unternehmen und Organisationen vermittelt. Parallel dazu machen die Pädagog*innen Fortbildungen zum Thema.

Was soll mit dem Projekt erreicht werden?

Während ihrer Ausbildung erlernen die Schüler*innen Kompetenzen zur konstruktiven Konfliktlösung. Sie erproben Mediationstechniken wie etwa den Perspektivwechsel, üben das aktives Zuhören und eine Haltung von Toleranz und Weltoffenheit ein.

Die Mediationsausbildung verbessert das soziale Miteinander in der Schule und stärkt die wertschätzende Kommunikation. Die Schüler*innen lernen organisatorische Zusammenhänge verstehen und erhalten dadurch eine weitere Vorbereitung für Studium, Ausbildung oder Beruf.

Am Ende bekommen sie eine Zertifizierung über ihre mehrjährige Teilnahme und die Inhalte des Projektes, was ihnen bei der Bewerbung Vorteile bringen kann. Darüber hinaus werden die Schüler*innen durch den Einbezug außer schulischer Lernorte mit anderen Organisationen wie Betrieben oder Behörden frühzeitig vernetzt.