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Kinderschutz als pädagogische Leitlinie

Die Schule ist einer der zentralen Orte, an dem Kinder und Jugendliche zusammenkommen. Problematische Lebensumstände oder Erfahrungen können dazu führen, dass ihr Wohl und ihre Entwicklung gefährdet sind. Gewalt, auch in der Familie, sexuelle Übergriffe, Vernachlässigung oder Instrumentalisierung – das Spektrum möglicher belastender und schädigender Erfahrungen ist groß.

Dabei können alle an Schule Beteiligte Hinweise auf das damit verbundene Leid wahrnehmen, übersehen oder sogar verleugnen. Auch eine Schule kann zum Ort von  Übergriffen oder Missbrauch werden. Pädagogisches Handeln bewegt sich immer zwischen Nähe und Distanz, darum ist grenzverletzendes Verhalten für alle möglich.

Auch wenn Pädagog*innen stets an das Gute glauben, müssen sie das Schlechte und Gefährdende für denkbar und möglich halten.

Schulische Schutzkonzepte schärfen die Sensibilität für das Thema. Sie machen bewusst, dass jede und jeder das eigene Handeln hinterfragen muss. Kinderschutzkonzepte versetzen Mitarbeitende in die Lage, das, was sie wahrnehmen, ernst zu nehmen, ohne vorschnell zu urteilen und zu handeln. Sie wollen die Fachkenntnis stärken und tragfähige Hilfestrukturen bieten.

Bei klarer Grundausrichtung müssen sich schulische Schutzkonzepte auf die konkrete Situation in den einzelnen Einrichtungen beziehen und die Bedingungen vor Ort widerspiegeln. Sie werden gemeinsam von allen schulischen Akteuren der Schulgemeinde – Schüler*innen, Eltern, Mitarbeitenden – erarbeitet und bieten allen Orientierung. Sie sind fester Bestandteil eines jeden Schulprogramms.

Markus Althoff, Schulleiter der Evangelischen Schule Charlottenburg