Evangelische Schulstiftung in der EKBO

Nachhaltigkeit

Die Vereinten Nationen haben sich 17 Ziele für eine nachhaltige Zukunft gesetzt. Sieben davon gestalten wir als größter freier Bildungsträger der Region schon heute: hochwertige Bildung, Gesundheit und ein Menschenwürdiges Wachstum, Frieden, Partnerschaften, Nachhaltiger Konsum und Klimaschutz.

Nachhaltigkeit soll und wird künftig die Leitlinie des Denkens und Handelns aller in der Stiftung Beteiligter sein. Die Schulstiftung verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz im Unterricht, im Schulleben und in der Verwaltung, um Bildung für Nachhaltigkeit und Entwicklung (BNE) umzusetzen.

Unsere Schulen und die Geschäftsstelle leben nachhaltige Bildung

Für viele Schulen gehört BNE bereits zum Schulprogramm. So gestalten die Schüler*innen der Evangelischen Schule Steglitz einen Nachhaltigkeitstag, die Evangelische Schule Köpenick wurde zum fünften Mal als „Umweltschule“ ausgezeichnet, und vor der Evangelischen Grundschule Friedrichshain stehen selbstbepflanzte Parklets vor dem Eingang.

Wichtige Meilensteine waren auch die Umstellung auf Ökostrom zu Beginn 2023 für die gesamte Stiftungsfamilie, die Begleitung des Fachbeirats Nachhaltigkeit durch Renn Mitte e. V. oder Pilotprojekte für eine optimierte zeitgemäße Heizungssteuerung.

Verantwortliches, zukunftsfähiges Handeln von Anfang an

Dank einer inklusiven Ganztagsbetreuung sichert die Evangelische Schulstiftung in der EKBO die nachhaltige Bildung ihrer mehr als 10.000 Schüler*innen. Das geht über das Erreichen eines Schulabschlusses weit hinaus. Die Schüler*innen sollen ermutigt werden, sich aktiv in die Gesellschaft und für den Klimaschutz einzubringen und auch selbst Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen.

Der Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft oder Lebensmittel insgesamt wird an der Schule nur selten thematisiert. Oft fehlt das Thema im Unterricht komplett. Dabei interessieren sich gerade Kinder und Jugendliche häufig sehr für Tiere und ihr Wohlergehen. In der Öffentlichkeit und der Politik wird die Nutzung von Tieren in der Landwirtschaft viel diskutiert. Da wir alle entscheiden müssen, wie wir uns ernähren und welche Produkte wir konsumieren, betrifft die Frage letztlich uns alle.

Kinder und Jugendliche sollten daher die Gelegenheit erhalten, sich über den Umgang mit Tieren zu informieren und sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden in einem ergebnisoffenen Prozess. Ein Beispiel dafür: das Kooperationsprojekt ALICE. Pädagog*innen und Schüler*innen der Evangelischen Schule Zentrum versuchen dabei Erkenntnisse der Forschung in Unterrichtsmaterialien zu übersetzen.

Nachhaltigkeitsprojekt ALICE an der Ev. Schule Berlin Zentrum

Wie nutzen wir Tiere, wie gehen wir mit ihnen um? Wie können wir aktiv werden, und was können wir ändern, um unser Zusammenleben gerechter und nachhaltiger zu gestalten? Diese und weitere Fragen stellten sich im Rahmen des Erasmus+ Projekts ALICE – kurz für: Tiere, Klima und politische Bildung – die Schüler*innen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum.

Podcasts von Schüler*innen für Schüler*innen

Einige Schüler*innen erstellten eigene Podcasts wie „Artenschutz & Klimakrise“, „Vegane Ernährung“ oder „Tierhaltung“. Ob Auswahl, Skript oder Interviews – die Jugendlichen machten dabei alles selbst, unterstützt von Lehrerin Jana Tafankaji. Zuvor vermittelten ihnen die Eltern Stella Luncke und Josef Maria Schäfers das technische Handwerkszeug, damit die Schüler*innen selbstständig einen eigenen Podcast erstellen konnten.

Eine Graphic Novel für mehr nachhaltigen Konsum

In einer weiteren Arbeitsgruppe mit Partnern aus Österreich, Frankreich und Deutschland wirkten die Jugendlichen an einer Graphic Novel zum Verhältnis von Mensch und Tier mit. Die Zeichnungen steuerten Schüler*innen des Partners aus Frankreich bei, einer Fachschule für Gestaltung.

Bild: Silviarita/Pixabay

Die Gesundheit unserer Schüler*innen und Mitarbeiter*innen liegt uns am Herzen. Denn nur wer geistig und körperlich ausgeglichen ist, kann ein gelingendes Leben führen oder andere darin begleiten. Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO hat deswegen ein eigenes betriebliche Gesundheitsmanagement aufgebaut. Dessen Angebote und Fortbildungen stärken die mehr als 1.300 Mitarbeiter*innen und 10.000 Schüler*innen in ihrem Wissen über Gesundheit und fördern eine lebenswerte Lern- und Arbeitswelt.

Die Pandemie hat gezeigt, dass äußere Einflüsse auch das innere Wohlbefinden beeinflussen. Als eine lernende und resiliente Organisation, möchte die Schulstiftung, dass sich alle selbstbestimmt entfalten. Darum steht die Resilienzförderung bei Schüler*innen und Mitarbeiter*innen weiterhin im Mittelpunkt.

Familienorientierung

Ob mobiles Arbeiten für die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle oder Sabbatjahr für Lehrer*innen – die Evangelische Schulstiftung in der EKBO macht die nächsten Schritte hin zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das nächste Ziel ist nun erreicht: der größte freie Bildungsträger der Region hat das Evangelische Gütesiegel „Familienorientiertes Unternehmen“ für die nächsten 3 Jahre erhalten. Diese Auszeichnung verleiht die Diakonie Deutschland in Zusammenarbeit mit der EKD seit vielen Jahren an kirchliche und diakonische Arbeitgeber*innen. Dazu müssen die Bewerber*innen ihre Personalpolitik mit familienfreundlichen Maßnahmen weiterentwickeln.

Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO bereitete sich bereits seit September 2021 in einer Arbeitsgemeinschaft darauf vor. Die sieben Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Berufsfeldern und Vertreter*innen der GMAV, Schule und Geschäftsstelle. Aufgabe dieser AG ist es, bereits vorhandene Maßnahmen zu identifizieren, neue Möglichkeiten zu erarbeiten und ihre Wirksamkeit zu prüfen. Nächste Schritte: die im Rahmen des Audits geplanten Maßnahmen umzusetzen und Themen der Familienorientierung stärker bekannt zu machen, zu verstetigen und zu erweitern. Dazu gehört auch eine besssere Vereinbarung von Familie und Beruf.

Regina Klusmann

Beauftragte für Arbeits- und Gesundheitsschutz

„Eine familienfreundliche Unternehmenskultur und Arbeitsorganisation ist schon immer ein wichtiger Bestandteil der eigenen Zufriedenheit, im beruflichen und privaten Sinne. Familie wirkt wie ein Stabilisator, der erdet und Halt gibt.

Bild von Gregor Ritter/Pixabay

Wir möchten, dass unsere Schüler*innen zu mündigen und selbstständigen Menschen werden, die diese Welt friedvoll und verantwortungsvoll gestalten. Kommunikation und Strategien aus der Mediation lernen sie darum schon in der Grundschule. Als „Konfliktlotsen“ übernehmen Schüler*innen an all unseren Schulen Verantwortung und üben sich im Streitschlichten. Unsere Pädagog*innen können sich zu Mediator*innen weiterbilden. Das schafft die Grundlage für ein friedvolles und emphatisches Miteinander, in dem sich alle wohlfühlen.  

Außerdem legen wir an unseren Schulen großen Wert auf Demokratiebildung. Einige der Projekte, wie etwa den jährlich stattfindenden Friedenslauf, finden Sie hier:

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