Evangelische Schulstiftung in der EKBO
Künstliche Intelligenz in der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO
Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Menschen lernen, arbeiten und kommunizieren. Für Schulen stellt sich damit die Frage, wie KI verantwortungsvoll und pädagogisch sinnvoll genutzt werden kann. Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO begegnet dieser Entwicklung aktiv und gestaltend.

„Entscheidend ist die Frage, wie KI Lernen verbessern kann. Deshalb verknüpfen wir das Thema eng mit unseren pädagogischen Schwerpunkten: Eigenverantwortung, Feedback, Kompetenzorientierung, Personalisierung, Kollaboration und zeitgemäße Prüfungskultur. KI soll Lernende nicht ersetzen, sondern dabei unterstützen, selbstständiger, reflektierter und wirksamer zu lernen.“
Björn Nölte, Referent Schulaufsicht
KI im Unterricht und beim Lernen
An den Schulen der Evangelischen Schulstiftung setzen Lehrkräfte KI unter anderem zur Unterrichtsvorbereitung, zur Differenzierung von Lernangeboten, zur Entwicklung von Feedbackformaten sowie zur Unterstützung projektorientierter Lernprozesse ein.
Besonders wichtig dabei: die Perspektive der Lernenden. Über die KI-Klassenräume von fobizz haben Schüler*innen der Stiftungsfamilie Zugang zu datenschutzkonformen KI-Anwendungen. Die Nutzung erfolgt in einem geschützten Rahmen und wird von den Lehrkräften pädagogisch begleitet. Dadurch können Schüler*innen KI nicht nur zur Informationsbeschaffung nutzen, sondern als Lernbegleiter einsetzen – beispielsweise zum Erklären von Zusammenhängen, zum Üben, Reflektieren oder zur Entwicklung eigener Ideen. Björn Nölte meint: „Unser Ziel ist es, KI nicht als Abkürzung zum fertigen Ergebnis zu verstehen, sondern als Unterstützung für eigenverantwortliches Lernen.“
Evangelische Schulstiftung unterstützt Schulen bei Einsatz von KI
Ein wichtiger Baustein ist die stiftungsweite Zusammenarbeit mit fobizz. Auch andere innovative Systeme werden erprobt, darunter FelloFish oder die Mathematikplattform Magma Mathe.
Begleitend bietet die Trägerin Fortbildungen, Pädagogische Tage, schulübergreifende Austauschformate und Lernreisen zu Schulen an, die bereit innovativ mit KI arbeiten. Ein stiftungsweiter KI-Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen, Praxisbeispiele, wissenschaftliche Erkenntnisse und pädagogische Fragestellungen.
Orientierung und Verantwortung
Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz wirft auch Fragen auf. Deshalb gibt die Schulstiftung Orientierungshilfen für einen verantwortungsvollen Umgang. So hat sich die Trägerin als erste Bildungseinrichtung bundesweit dem „Code of Conduct Demokratische KI“ angeschlossen. Dieser formuliert zentrale Leitlinien für den Einsatz von KI. Dazu gehören die Förderung von Eigenverantwortung und Urteilsfähigkeit oder der Wahrung von Datenschutz und Transparenz.
Ergänzend erhielten Pädagog*innen, Schüler*innen und die Geschäftsstelle stiftungsweite Handlungsempfehlungen. Sie geben Orientierung zu Fragen der Datensicherheit, der Unterrichtsgestaltung bis zur Leistungsbewertung.
KI in Verwaltung und Schulentwicklung
Künstliche Intelligenz wird auch in der Geschäftsstelle der Schulstiftung genutzt – beispielsweise zur Unterstützung bei der Dokumentation, der Informationsaufbereitung oder der Konzeptentwicklung.
Die Erfahrungen aus den Schulen fließen in die strategische Schulentwicklung ein, die Schulreferent Bjön Nölte verantwortet. Die Schulstiftung versteht sich dabei als lernende Organisation: Neue Entwicklungen werden beobachtet, erprobt, reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt.



