Bildungsdebatte 2026: „Freie Schulen sind gleichwertig“

„Freie Schulen sind keine Ergänzung, Freie Schulen sind ein gleichwertiger Partner unserer Bildungspolitik!“ – mit diesem Satz startete Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch ihren Impuls vor der diesjährigen Bildungsdebatte. Ende Juni fand diese im Rahmen des Tags der Freien Schulen in der SchuleEins in Pankow statt.

Der Sprecher der Organisator*innen, der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen – kurz AGFS -, Thorsten Wischnewski diskutierte mit Lars Bocian (CDU), Maja Lasić (SPD), Silke Gebel (Bündnis 90/Die Grünen), Franziska Brychcy (Die Linke) und Maren Jasper-Winter (FDP). Themen waren unter anderem die fehlenden Zuschüsse für Bauinvestitionen und Sanierung oder die der nichterstatteten Sachkosten.

Der Sprecher der Organisator*innen, der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen – kurz AGFS -, Thorsten Wischnewski diskutierte mit Lars Bocian (CDU), Maja Lasić (SPD), Silke Gebel (Bündnis 90/Die Grünen), Franziska Brychcy (Die Linke) und Maren Jasper-Winter (FDP). Themen waren unter anderem die fehlenden Zuschüsse für Bauinvestitionen und Sanierung oder die der nichterstatteten Sachkosten.

Bocian bestätigte: „Die Freien Schulen brauchen eine auskömmliche Finanzierung, damit sie zukunftsfähig werden.“ Steigende Mieten und Inflation hätten schon jetzt zu der Schließung einiger Schulen, und damit zu dem Verlust dringend benötigter Schulplätze geführt. „Dabei bieten sie 40.000 Schulplätze und beschulen mehr als 12 Prozent aller Berliner Schüler*innen“, meinte Bocian.

Jasper-Winter pflichtete dem bei: „Egal ob es ein staatlicher oder freier Träger ist, sie alle brauchen die gleiche Finanzierung. Darum sind wir für die Anhebung der Personalkosten-Zuschüsse auf hundert Prozent.“

Brychcy von der Linkspartei sah das anders: „Die bestehenden Schulplätze wollen wir erhalten, aber neue Schulplätze zu schaffen ist Aufgabe des Landes und nicht der Freien Träger“, meinte die Politikerin.

Der Sprecher der AGFS, Wischnewski erklärte: „Im Haushalt gibt es einen Titel über fünf Millionen Euro für Zuschüsse zum Bau und Sanierung. Warum kommen die nicht frei? Wir sind bereit Dinge weiter voranzutreiben, aber damit verspielen Sie ihre Glaubwürdigkeit!“, hielt er den Koalitionspartnern von SPD und CDU vor.

Lasić meinte dazu: „In der Koalition gibt es noch keine Einigung über die dafür notwendigen Förderrichtlinien. So lange bleibt das ein Thema für die Regierungsparteien.“ Sie ergänzte, dass sie Spielraum bei den Personalkosten durchaus sehe: „Wir sollten uns ansehen, was derzeit dazu gehört, denn das sind alte Regelungen. Heute arbeiten in Schulen multiprofessionelle Teams und die müssen in die Personalkostenzuschüsse miteinbezogen werden.“

Der Abend endete mit vielen offenen Fragen und der Hoffnung, dass sich die Finanzierung der Freien Schulen schrittweise weiter verbessert. Zumindest darauf konnten sich alle einigen.

Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO gehört zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Berlin und ist Teil des inneren Koordinierungskreises, der auch den Tag der Freien Schulen organisiert.

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