Schüler*innen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum in der Ausstellung Viral Intimacies 

Schüler*innen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum stellten Mitte November ihre Auseinandersetzung mit den künstlerischen Arbeiten der Ausstellung Viral Intimacies in der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) vor. Zuvor verbrachten die 18 Schüler*innen aus dem 10-12 Jahrgang in der Pulsarwoche im Oktober 2025 mit dem Pulsar Intimacies eine intensive Woche in der Ausstellung. 

 
Eine Woche lang setzen sie sich mit dem Thema der Ausstellung und den Werken verschiedener Künstler*innen auseinander, die unterschiedliche Perspektiven auf HIV zeigten und zuließen. Sie entwickelten eigene Schwerpunkte und erarbeiteten Ergebnisse, die von künstlerischen Auseinandersetzungen mit einzelnen Arbeiten, über Biologie-Podcasts bis zu mathematischen Diagrammen reichten. 

Das Projekt ist eine Kooperation mit der nGbK. Die Ausstellung bringt Künstler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen zusammen, um darüber nachzudenken, wie HIV/AIDS von Politik, Biomedizin, sozialen Kontexten sowie persönlichen Erinnerungen, Liebe und Archiven geprägt ist. Auf diese Weise wurden die Lebenswirklichkeiten derjenigen in den Vordergrund gerückt, die in der Geschichtsschreibung zu HIV/AIDS lange Zeit vergessen und zum Schweigen gebracht wurden: trans und cis Frauen, Menschen aus dem Globalen Süden, rassifizierte Personen, inhaftierte Menschen und Sexarbeiter*innen.  

Begleitet wurden sie von zwei der Kurator*innen Pascale Espinosa, Ahmed Awadalla (Madi), sowie der Künstler*in und Kunstvermittler*in Christina Harles. Die daraus entstandenen 
Perspektiven und Projekte stellten die Schüler*innen im Rahmen von YOUNG INTIMACIES zur Finissage der Ausstellung in einer Führung vor und kamen mit Künstler*innen der Ausstellung ins Gespräch. 

Alle Fotos: Lucia Alfaro

YOUNG INTIMACIES ist ein interdisziplinäres künstlerisches Vermittlungsprojekt im Rahmen der Ausstellung Viral Intimacies an der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) Berlin. Es richtete sich an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und verfolgt das Ziel, durch künstlerische Mittel Räume zu eröffnen, in denen junge Menschen sich kritisch, kreativ und selbstbestimmt mit den Themen HIV/AIDS, Sexualität, Gesundheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung auseinandersetzen können. 

Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) ist ein vom Land Berlin institutionell geförderter, basisdemokratischer Kunstverein, der mit seinem Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm gesellschaftliche Machtverhältnisse bearbeitet. Die nGbK hat aktuell rund 1.000 Mitglieder und ist damit einer der mitgliederstärksten Kunstvereine Deutschlands.  
Das Projekt wurde gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung. 

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