Evangelische Grundschule Neukölln bekommt neuen Spielplatz 

Mitte November gestalteten mehrere Schüler*innen des 5. Jahrgangs der Evangelischen Grundschule Neukölln bei einer Pflasterkation den Spielplatz am Sasarsteig neu. Dem Projekt ging ein Beteiligungsworkshop mit der Planerin Gil Ja Geiss vom Architekturbüro baukind voraus. 

Das schmale Grundstück, das der Bezirk der Schule bereits vor über zehn Jahren als Erweiterung des Schulhofs zur Verfügung gestellt hat, erhielt jetzt ein neues Gesicht mit vielfältigen Spielmöglichkeiten:  es entstanden drei Bewegungsstufenanlagen aus Betonelementen, um den Höhenunterschied zwischen der Mainzer Straße und Reuterstraße auszugleichen. Die Fünftklässler*innen verlegten und gestalteten den künftigen Bodenbelag mit Pflastersteinen und bunten Fliesen aus der Töpfer-AG. Einige Stufen bieten Platz für neue Pflanzen und Sträucher.

Schüler*innen bei der Pflastersteinverlegung

Die Beteiligung der Schüler*innen begann bereits im Juli 2025 mit einem Workshop zur Gestaltung der Freifläche. Die Projektleiterin Gil Ja Geiss erklärt: „Bei der Umplanung waren die Kinder beteiligt. Wir haben die Bedürfnisse und Wünsche der Schüler*innen mit aufgenommen. Dadurch ist hier ein ganz besonderes Projekt entstanden, das lange bleiben wird und wo die Kinder ihre eigenen Spuren hinterlassen werden.“  

Die Bauarbeiten am Spielplatz begannen im Oktober dieses Jahres und werden im Dezember 2025 abgeschlossen. Die baukind GmbH plante das Außenspielgerät nachhaltig, mit Rutsche, Feuerwehrstange und weiteren Balancier- und Hangelmöglichkeiten, aus einem ehemaligen Schiffscontainer. Die Fläche beherbergt auch einen Wasser- und zwei Sandspielplätze. Am unteren Ende des Spielplatztes liegt der „Marktplatz“ – ein Plateau, auf dem die Kinder bei gutem Wetter, an selbst gebauten Möbel aus dem vergangenen Jahr, ihre Hausaufgaben erledigen können.  Der Marktplatz geht in ein sogenanntes „Wäldchen“ über:  Ein kleiner Garten mit wild wachsenden Pflanzen, die die Schüler*innen künftig pflegen werden. 

Projektleiterin Gil Ja Geiss leitet die Schüler*innen an

Der Umbau ist ein Kooperationsprojekt an dem sich Quartiersmanagement, Bezirk und Senat beteiligen. Finanziert wird das Projekt aus dem Baufonds des Programms Sozialer Zusammenhalt, aus Mitteln des Landes Berlin und des Bundes auf Grundlage der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung.  

Eine selbstgestaltete und verlegte Fliese der Schüler*innen.
Fotos: Christoph Eckelt

Die Fördersumme beträgt 220.000 Euro, die Evangelische Schulstiftung in der EKBO bringt dazu rund zwanzig Prozent Eigenmittel ein.  Im Frühjahr 2026 soll der neue Spielplatz, gemeinsame mit dem Quartiersmanagement und dem Bezirk, eröffnet werden.  

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Landes Berlin und aus Mitteln des Bundes auf Grundlage der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung.

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