Neuntklässler*innen der Evangelischen Johanniter-Schulen Wriezen besuchen die Technische Universität Berlin
Im Rahmen der Berufsorientierung besuchten die 9. Klassen der Evangelischen Johanniter-Schulen Wriezen die Technische Universität in Berlin-Charlottenburg. Nach einer kurzen Begrüßung durch Eva Kampmeyer von der Studienberatung warteten drei Angebote auf die Schüler*innen. Die Jugendlichen konnten entweder das Institut für Luft- und Raumfahrt, das Mineralogische Museum oder das dein-Labor besuchen.
Zwischen imposant großen, bunten Kristallen und Meteoriten im Mineralogischen Museum erläuterte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sammlung, Susanne Herting-Agte, die Bedeutung der unterschiedlichsten Mineralien für die Menschheit: „Besonders die wirtschaftliche Entwicklung und der technische Fortschritt hängen stark von der Versorgung mit mineralischen Rohstoffen ab.“ Sie verwies auf die aktuellen Diskussionen über „seltene Erden“. Einen Bezug zum aktuellen Unterricht im Fach Chemie stellte sie mit Erklärungen zu verschiedenen Salzen und deren Kristallformen her.

Im dein-Labor, abgekürzt für „Das Elektrotechnik- und Informatik Labor“ löteten die Schüler*innen aus verschiedenen elektronischen Bauteilen eine kleine Konsole, mit der sich unterschiedliche Töne erzeugen lassen. Dabei kam es auf Präzision und Fingerspitzengefühl an. Die Studierenden Eva und Franklin erklärten den Umgang mit Lötkolben und Lötzinn und zeigten, welche Lötstellen noch einmal nachgearbeitet werden mussten. Im Anschluss beantworteten die beiden Studierenden die Fragen der Jugendlichen zum Studium und den Voraussetzungen.
Im Institut für Luft- und Raumfahrt (ILR) erfuhren die Schüler*innen von Ingenieur Stefen Reinert, was Satelliten eigentlich sind und wie sie funktionieren. Anschließend konnten die Jugendlichen miterleben, wie der Experte Kontakt mit zwei Satelliten aufnahm, die gerade über die Technische Universität flogen. Beide künstlichen Himmelskörper wurden am ILR der TU Berlin entwickelt, gebaut und im Huckepack mit anderen größeren Satelliten auf ihre Umlaufbahn im All befördert. Im Anschluss konstruierten die Schüler*innen aus Kunststoffteilen eigene Satellitenmodelle in Originalgröße. Dabei stellten sie fest, wie wenig Platz vorhanden ist und wieviel Technik trotzdem untergebracht werden kann.
Die Exkursion zeigte den Jugendlichen einen Teil der möglichen Studiengänge, die nach dem Abitur auf die Schüler*innen der Evangelischen Johanniter-Schulen in Wriezen warten könnten.



